Am Donnerstag ging die Reise früh morgens los. Wir sind in St.Vith mit zwei Bussen nach Antwerpen gestartet. Dort angekommen ging es direkt los mit der Besichtigung der Liebfrauenkathedrale, der Borromäuskirche und des Vlaeykensgang, der ältesten Gasse Antwerpens. Dann hatten wir eine Mittagspause, während der wir alleine durch Antwerpen laufen und essen gehen durften. Die Zeit konnte aber auch genutzt werden, um zum Beispiel Geschäfte aufzusuchen. Danach haben wir das Red Star Line Museum besucht, welches eine permanente Ausstellung zur Red Star Line zeigt, eine Schiffsorganistion, die Auswanderer nach Amerika brachte, wo es den Menschen zu dieser Zeit besser ging. Auch gab es eine temporäre Ausstellung, die einem einen Einblick der personelle Erfahrungen von Migranten in Belgien aus den letzten 70 Jahren gibt. Zu diesem Museum hatten wir dann auch noch eine Aufgabe zu erfüllen zu einer der Geschichten, die uns am meisten bewegt und/oder begeistert hat.
Nach der Besichtigung sind wir dann zur Jugendherberge Pulcinella spaziert, unserer Bleibe für die Nacht. Dann hatten wir wieder Freizeit bis 18 Uhr, bis wir uns dann auf den Weg zu einem kleinen Hindutempel gemacht haben, der von außen wie ein ganz normales Gebäude aussah. Drinnen war jedoch alles mit Teppich verlegt und natürlich mussten die Schuhe ausgezogen sein, während der Mann uns seine Religion präsentierte. Er zeigte uns die verschiedenen Gestalten ihres Gottes in einem vergoldeten Schrein. Im Anschluss durften wir auch live dabei sein, wie er eine hinduistische Zeremonie vollbrachte. Zum kulturellen Abschluss des Tages waren wir dann noch in einem Restaurant essen, für das wir uns vorher schon zwischen drei Möglichkeiten (indisch, libanesisch oder orientalisch) entscheiden durften. Nach dem Abendessen hatten wir dann noch etwas Freizeit in der Stadt oder konnten schon zur Jugendherberge zurückkehren.
Am nächsten Morgen gab es ein Frühstücksbuffet in der Jugendherberge. Anschließend sind wir bis zum Bahnhof spaziert, um von dort aus durch die ausländischen Viertel Antwerpens geführt zu werden. Wir haben die chinesische, die afrikanische und die jüdische Kultur sehen können. Dabei sind wir auch an vielen streng bewachten Diamantengeschäften vorbei gekommen. Es war uns leider nicht möglich, eine Synagoge zu besuchen, doch haben wir aufschlussreiche Erklärungen zum Judentum und vor allem zum Shabbat erhalten. Nach einer weiteren Mittagspause haben wir uns dann mit dem Bus zum Fort Breendonk begeben. Breendonk war ein Auffanglager während der zwei Weltkriege und uns wurde ein Einblick in das Leben der Menschen gegeben, die damals dort gefangen waren oder Befehle gaben. Das bekamen einige Schüler auch zu “spüren”, als der Führungsleiter sie demonstrierend anschrie, wobei sich alle erschrocken haben. Es war eine sehr beeindruckende, aber auch bedrückende Erfahrung.
Dies war dann der Abschluss unseres zweitägigen Ausflugs nach Antwerpen. Wir fuhren wieder nach St.Vith, von wo aus jeder dann nach Hause ging.
Alles in allem hatten wir viel Spaß auf unserem Ausflug.
Anouk und Cara